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Praktische Fahrprüfung Klasse B: Ablauf, Voraussetzungen und typische Fehler

Die praktische Fahrprüfung Klasse B ist eine Prüfungsfahrt im normalen Straßenverkehr mit einem Prüfer des TÜV NORD, Ihrem Fahrlehrer auf dem Beifahrersitz und einigen Grundfahraufgaben wie Einparken oder Umkehren. Zugelassen werden Sie, wenn die Theorieprüfung bestanden ist, Ihr Fahrlehrer Sie für prüfungsreif hält und alle 12 Sonderfahrten absolviert sind.

Hier lesen Sie, wie die Prüfung abläuft, woran Fahrschüler am häufigsten scheitern und was nach dem Bestehen passiert.

Fahrschulwagen und Fahrschulmotorrad der Ferienfahrschule Ilsemann

Die Voraussetzungen

Bevor Sie zur praktischen Prüfung dürfen, müssen diese Punkte erfüllt sein:

  • Bearbeiteter Führerscheinantrag, damit der Prüfauftrag bei der Prüfstelle vorliegt. Ohne ihn gibt es keinen Termin.
  • Bestandene Theorieprüfung, nicht älter als 12 Monate (§ 18 Abs. 2 FeV).
  • Alle Sonderfahrten: 5 Überlandfahrten, 4 Autobahnfahrten, 3 Fahrten bei Dämmerung oder Dunkelheit (Anlage 4 FahrschAusbO).
  • Ausbildung abgeschlossen: Ihr Fahrlehrer bestätigt, dass Sie prüfungsreif sind.
  • Mindestalter: Die praktische Prüfung dürfen Sie frühestens einen Monat vor dem Mindestalter ablegen (§ 17 Abs. 1 FeV).

So läuft die Prüfung ab

  1. Begrüßung und Ausweis. Der Prüfer kontrolliert Ihre Identität. Bringen Sie Personalausweis oder Reisepass mit.
  2. Fahrtvorbereitung. Sitz, Spiegel, Lenkrad einstellen. Zur Klasse B gehören außerdem Fragen oder Handgriffe rund um die Sicherheit des Fahrzeugs.
  3. Prüfungsfahrt. Sie fahren nach Anweisung des Prüfers durch Stadt, über Landstraße und je nach Strecke auf Schnellstraße oder Autobahn. Eine feste Prüfungsstrecke gibt es nicht.
  4. Grundfahraufgaben. Dazu gehören zum Beispiel Einparken, Rückwärtsfahren, Umkehren oder eine Gefahrbremsung.
  5. Ergebnis. Am Ende sagt Ihnen der Prüfer, ob Sie bestanden haben, und bespricht die wichtigsten Beobachtungen.

Ihr Fahrlehrer sitzt die ganze Zeit dabei, greift aber nur ein, wenn es gefährlich wird. Ein solches Eingreifen beendet die Prüfung in aller Regel.

Woran Fahrschüler am häufigsten scheitern

Laut TÜV-Verband wurden 2025 in Klasse B 37 Prozent der praktischen Prüfungen nicht bestanden, Erst- und Wiederholungsprüfungen zusammengerechnet (Datenreport, zitiert nach Pressemeldungen). Die häufigsten Gründe sind keine exotischen Fehler, sondern Alltagssituationen:

  • Vorfahrt missachtet, vor allem bei rechts vor links
  • fehlender oder zu später Schulterblick beim Abbiegen und Spurwechsel
  • zu schnell, etwa in Tempo-30-Zonen
  • Fußgänger oder Radfahrer gefährdet
  • unsicheres Verhalten an Kreuzungen und beim Einfädeln

Einzelne kleine Ungenauigkeiten führen meist nicht zum Nichtbestehen. Entscheidend sind gefährdende oder sich häufende Fehler.

So bereiten Sie sich vor

Die beste Vorbereitung ist Fahrpraxis in genau den Situationen, die geprüft werden. Bitten Sie Ihren Fahrlehrer um eine Prüfungssimulation, in der er wie ein Prüfer Anweisungen gibt und nicht hilft. Üben Sie die Grundfahraufgaben, bis sie ohne Nachdenken gelingen. Und fahren Sie bis zur Prüfung regelmäßig, damit nichts einrostet.

Wer vor der Prüfung sehr nervös ist, findet Tipps im Ratgeber Prüfungsangst und Fahrangst.

Nach dem Bestehen

Nach der bestandenen Prüfung erhalten Sie entweder direkt Ihren Kartenführerschein oder eine befristete Prüfungsbescheinigung. Die Prüfungsbescheinigung gilt als vorläufiger Nachweis nur in Deutschland und höchstens drei Monate. Ab dem Tag der Erteilung läuft die zweijährige Probezeit. Was in dieser Zeit gilt, erklärt der Ratgeber Probezeit beim Führerschein.

Wenn es nicht klappt

Eine nicht bestandene Prüfung ist ärgerlich, aber kein Drama. Wiederholen können Sie in der Regel frühestens nach zwei Wochen (§ 18 Abs. 1 FeV). Wie Sie die Zeit dazwischen nutzen, steht im Ratgeber Durchgefallen, was nun?.

Prüfung nach dem Intensivkurs

Im Intensivkurs der Ferienfahrschule Ilsemann bereiten wir Sie in 12 Werktagen, 4 oder 6 Wochen auf Theorie- und Praxisprüfung vor. Eine Garantie, dass Sie innerhalb dieser Zeit bestehen, geben wir nicht, weil Prüfungstermine und Ihr Lerntempo mitspielen müssen. Damit der Prüftermin nicht am Papierkram scheitert, muss Ihr Antrag vor Kursbeginn bearbeitet sein.

Die Ferienfahrschule Ilsemann hat zwei Standorte in Göttingen: die Goßlerstraße 35 nahe der Uni (Telefon 0551 36011, Büro dienstags und donnerstags von 13 bis 17 Uhr) und die Hauptstraße 27a in Geismar (Telefon 0551 794238, Büro montags und mittwochs von 16 bis 18 Uhr). Ihren Platz im nächsten Kurs fragen Sie am schnellsten über das Formular unten oder die Kontaktseite an.

Häufige Fragen

Wer prüft die praktische Fahrprüfung in Göttingen?

In Niedersachsen nimmt der TÜV NORD die Fahrerlaubnisprüfungen ab. Ihr Fahrlehrer begleitet Sie zur Prüfung und sitzt während der Fahrt auf dem Beifahrersitz.

Gibt es eine feste Prüfungsstrecke?

Nein. Der Prüfer gibt die Strecke während der Fahrt vor. Sie sollte Stadtverkehr, Landstraße und je nach Lage auch Autobahn oder Schnellstraße enthalten.

Wie viele fallen durch die praktische Prüfung?

Laut TÜV-Verband wurden 2025 in Klasse B 37 Prozent der praktischen Prüfungen nicht bestanden, Erst- und Wiederholungsprüfungen zusammengerechnet.

Darf ich direkt nach der Prüfung fahren?

Ja, mit dem Kartenführerschein oder der Prüfungsbescheinigung. Die Bescheinigung gilt höchstens drei Monate und nur in Deutschland.

Wann darf ich frühestens zur praktischen Prüfung?

Frühestens einen Monat vor Erreichen des Mindestalters (§ 17 Abs. 1 FeV).

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